„Gudrun Schülers Bilder geben keine Antwort auf irgendetwas - man muss sie erleben. Sie werden von den Phänomenen Licht und Atmosphäre getragen.
Sie sind nur möglich, weil DAHINTER DAS LICHT existiert.
DAS LICHT DAHINTER macht nicht nur das Miteinander der einzelnen Bildelemente sichtbar, sondern es beleuchtet gleichzeitig die komplexen Beziehungen des Menschen und alle Facetten menschlicher Emotionen.
DAHINTER DAS LICHT bedeutet aber auch immer, dass auf allen Bildern der Funke Hoffnung und damit Zukunft glimmt.“
Angela Holzhäuer MA (Auszug aus der Einführungsrede der gleichnamigen Ausstellung)

Lichtflut - Detail, Öl, 100x150cm, 2020 *
Die Werke von Gudrun Schüler eröffnen keine fertigen Bedeutungen. Sie bieten offene Räume, in denen Wahrnehmung, Empfindung und Erinnerung ihren Platz finden können. Sie fordern uns nicht mit Lautstärke, sondern mit stiller Intensität heraus und sie laden uns ein, uns selbst in Beziehung zur Welt zu setzen.
Zwei gegensätzliche Pole – das Konkrete und das Ungegenständliche – sind bei Schüler keine Brüche, sondern zwei Ausdrucksweisen ein und desselben Anliegens: dem sichtbar machen von Wirklichkeit – innerer wie äußerer.
Grundlage der abstrakten Arbeiten sind konstruierte geometrische Strukturen – Raster, Blöcke, Halbkreise, Linien. Sie erinnern teils an architektonische Pläne, teils an Symbole wie Kreuze oder Gesichter.
Doch was zunächst klar und strukturiert erscheint, wird im Malprozess zunehmend verhüllt: Schicht um Schicht tragen lasierende Farben ihre Transparenz auf das Bild, durchdringen sich faserig an den Rändern, erzeugen Leuchten und Tiefe.
Es entstehen Farbwolken und Farbschleier, die zu einem diffusen, fast immateriellen Raum zusammenwachsen. Nichts ist abgeschlossen – die Farbfelder reichen scheinbar über die Leinwand hinaus. Und keine Farbe steht für sich allein – das Blau trägt ein Grün in sich, das Rot leuchtet ins Orange hinein.
Alles ist in Bewegung, alles ist Beziehung. Die Fläche beginnt zu oszillieren – ein Schwebezustand entsteht.
Diese Bilder sind keine Fenster in eine Welt, sondern Räume eigener Ordnung.
Sie laden zur Kontemplation ein, zur geistigen Offenheit.
Gudrun Schüler schafft hier eine Synthese aus formaler Strenge und emotionaler Tiefe – eine Verbindung, die die rationale Ordnung mit der sinnlich erfahrbaren Farbwelt vereint.
Ihre Werke sind nicht abstrakt im Sinne des Verzichts auf Gegenstand, sondern im Sinne einer Verdichtung von Erfahrung.
Auszug aus der Einführungsrede von Jens Friedrich Wagner M.A. zur Ausstellung „….ein ganzes Jahr“ – Gudrun Schüler, Malerei und Zeichnung, 2025
Mich interessiert:
Subtiles – Hintergründiges – Kontemplatives – Tiefgründiges – Stille
Visualisierung, Sichtbarmachen von Dingen, die man in der Flüchtigkeit des Alltags nicht sehen kann wie
Befindlichkeiten – Erinnerung – Empfindungen – Klänge – Gedanken – Bewegung – Vergänglichkeit – Zeit – Atmosphäre und Licht.
Licht spielt auch in meinen leuchtenden ungegenständlichen, vorwiegend monochromen Pigmentarbeiten eine große Rolle. Nur durch Licht entsteht Atmosphäre.
Die Wolkenlandschaften stehen sinnbildlich für Freiheit, Bewegung und Unendlichkeit – die Reflexionen hingegen für Verinnerlichung und Tiefe.
Mich beschäftigen abstrakte Begriffe wie Vergänglichkeit und Zeit, die Grundstimmungen unseres Seins, Empfindung und Emotion.
Inspirationsquellen für mich sind die Natur, Wahrnehmungen und Erlebnisse, Literatur und Musik.
Die von mir bewusst gewählten großen Formate beziehen den Betrachter ein, lassen ihn einen Raum der Abgeschiedenheit und inneren Stille betreten.
Meine Devise lautet: „Versinken ohne unterzugehen“.
Gudrun Schüler
Hardcover I Leinen I 21 x 28 cm I 100 Seiten
Einzelpreis € 28,00
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